3 Weltcups in Schweden
 
(Bilder: Dirk Halbmeier und Thomas Weimer)


Vom 30.06. - 04.07. fand wieder die skandinavische Woche, bestehend aus dem schwedischen, dänischen und norwegischen Weltcup, statt. Thomas konnte leider aus Zeitgründen nicht teilnehmen, so dass ich wieder ein Team mit meinen schwäbischen Freunden bildete. Die Wetterprognose war wieder katastrophal, aber getreu dem Motto "Mit dem schlimmsten rechnen und aufs Beste hoffen" ging's los. Der Trainingstag am 29.6 war eigentlich schon abgeschrieben, aber es war hervorragendes Wetter. Auch entgegen der Prognose für den Folgetag könnte man alle Durchgänge des Schwedischen Wettbewerbs gut fliegen. Die etwas weiteren Rückholwege wurden durch flexible Pausen ausgeglichen. So waren am Ende 14 Piloten im Stechen - es gewann ein tschechischer Pilot vor Steffen Reuß aus "meinem" Team. Es hat mich für ihn besonders gefreut, da er letztes Jahr wegen technischer Probleme hier gar nicht fliegen konnte und zuschauen musste. Auch fliegt er eine komplette Eigenentwicklung. Ich wurde im Stechen nur 10., da ich mich wegen der bevorstehenden Europameisterschaft nicht getraut hatte, meine Top-Flieger einzusetzen. Die Strömung ging dann doch zunächst ziemlich Richtung Wald, den wir nach ca. 4 von 8 geforderten Flugminuten erreicht hätten. Natürlich drehte der Wind während des Stechens in freies Gelände....

Steffen (links) und Dirk beim Beobachten der Konkurrenz



Der dänische Wettbewerb startete pünktlich am Folgetag mit einem ordentlichen Regenschauer. Es war windig aber beherrschbar. Zum 4. Durchgang mussten wir wegen einer Windrichtungsänderung umziehen und dann wurde es wirklich übel. Windböen um 10m/s führten zu viel Bruch und ein Teil der Piloten zog es vor, ganz aufzuhören. Mich erwischte es mit einer Waldlandung, allerdings fiel das Modell schadlos durch die Bäume, Glück gehabt. Letztlich schafften es mit mir noch 2 weitere Piloten ins Stechen, was für 20:30 angesetzt war. Das Wetter hatte nach einem Regenschauer ein Einsehen mit uns und ließ den Wind einschlafen - diesmal in eine fast unkritische Richtung. Ich habe mich getraut und der neue Flapper hatte seine Wettkampfpremiere. Perfekter Start, guter Flug und dann aber leider in ca. 6m Höhe in einen Baum geflogen (auch dieses Mal Glück gehabt). Am Ende fehlten mir 9 Sek zum Sieg, den diesmal ein dänischer Pilot errang.

Stechen, schon fast im Dunklen



Der darauf folgende Tag war dann auch wirklich zur Regeneration nötig- ein Pilot hatte einen Schrittzähler dabei - unglaubliche 44.212 standen für den vergangenen Tag auf der Anzeige.
Der Folgetag war dann für den norwegischen Wettbewerb vorgesehen. Hier hatten wir das beste Wetter. Sonne, kein Regen und der Wind hielt sich auch in Grenzen. Mich erwischte es gleich im ersten Start - es fehlten gut 20s, trotz gutem Start und vermeintlich guter Luft. Das ist Freiflug...

Sie kommen aus Richtung Wald



Das Stechen fand dann bei optimalen Bedingungen ohne mich statt - auch hier unterstrich Steffen seine gute Form. Er wurde 4. trotz nicht optimalen Starts. Das Treppchen wäre ansonsten sicher möglich gewesen. Es gewann ein Schwede, dem es trotz der späten Stunde noch gelang, gute Luft zu finden. Die eigentlichen Favoriten hatten hier dann keine Chance mehr gehabt.
Trotz der Anstrengung waren es wieder sehr schöne Tage, optimal organisiert mit einem gutklassigen Starterfeld. Schweden - wir sehen uns nächstes Jahr wieder!

Dirk Halbmeier

Ergänzung durch Thomas Weimer:

Auch Andre Seifert hat bei diesen Wettbewerben in Schweden geflogen. Beim Swedish Cup in F1B hat er in einer Runde die Maximalzeit verfehlt, genauso wie beim Small Swedish Cup in F1H. Aber beim Danish Cup erreichte er 5 volle Wertungen und somit auch die 100% für die WM-Qualifikation. Im Stechen belegte er den 6. Platz.


Dirk Halbmeier und Thomas Weimer 09.08.2016


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